„Daraus erwächst für alle Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schule die Verantwortung, jedem einzelnen Kind in seiner Individualität gerecht zu werden, es in seiner Entwicklung zu begleiten und durch Fördern und Fordern zu bilden und zu erziehen und es so bestmöglich auf die Anforderungen des beruflichen und gesellschaftlichen Lebens in sozialer Verantwortung vorzubereiten.“

(aus den Leitgedanken des Schulprogramms)

Die individuelle Förderung ist als zentrale Aufgabe aller Schulen im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen an exponierter Stelle verankert. Sie findet deshalb auch nicht nur in diskreten Nachmittagsangeboten statt, sondern ist elementarer Bestandteil jeder einzelnen Unterrichtsstunde. Die Realschule Lindlar wird in ihrer zukünftigen pädagogischen Entwicklung auf die Formen eines binnendifferenzierenden Unterrichts noch mehr Gewicht legen müssen. Dies soll auch weiterhin durch unterstützende Lehrerfortbildungsmaßnahmen begleitet werden.

 

Unabhängig von diesem Grundverständnis eines individualisierten Unterrichtens bleibt es notwendig im Rahmen der individuellen Förderung auch auf Formen der äußeren Differenzierung zurückzugreifen. Für die Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsschwächen oder mit besonderen Stärken gibt es deshalb den Kernunterricht ergänzende, zusätzliche Förderangebote.

Dabei wollen wir vor allem in den Jahrgangsstufen 5 und 6 Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsschwächen so fördern, dass ein Verbleib auf der Realschule und ein erfolgreiches Durchlaufen der Schullaufbahn möglich ist.

Bausteine dieser defizitorientierten Förderung sind:

  • die frühzeitige Beratung der Eltern und des Kindes, einschließlich einer intensiven, gemeinsamen Förderplanung
  • die Nutzung der Hausaufgabenhilfe im Rahmen der Übermittagsbetreuung
  • die Vermittlung von Lerntutoren (SMS)
  • die Zuweisung in spezielle Förderkurse, insbesondere in den Fächern der Fächergruppe I (D, E, M,).

Im Einzelfall kann eine externe Förderung durch die Eltern diese Angebote zusätzlich unterstützen. Die Realschule achtet aber darauf, dass es nicht zu grundständigen Überforderungssituationen kommt, die die Entwicklung von Kindern nachhaltig negativ beeinflussen können. Dies schließt im Extremfall auch eine Schullaufbahnberatung mit ein.

Parallel zu diesen Förderangeboten nehmen wir bewusst auch die vielfältigen individuellen Stärken unserer Schülerinnen und Schüler wahr. Durch eine Vielzahl zusätzlicher Angebote wollen wir als Realschule dazu beitragen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit zu selbstbewussten, verantwortungsvollen jungen Menschen entwickeln, die ein Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit haben. Dazu dienen vielfältige Angebote im fachlichen, überfachlichen und kulturellen Bereich.

Beispielhaft nennen wir Vorbereitungskurse für den Besuch der gymnasialen Oberstufe, das zusätzliche Fremdsprachenangebot Spanisch als 3. Fremdsprache oder die Kurse zum Erwerb eines französischen Sprachdiploms, Vertiefungsstunden in der Fremdsprache Englisch, aber auch die Theater-AG, Schulchor und –band, Ausbildung und Einsatz im Rahmen des pädagogischen Projektes SMS und vieles andere mehr.

Ein besonderes Augenmerk richten wir auf Schülerinnen und Schüler mit einer ausgeprägten Teilleistungsschwäche im Bereich der Lese- und Rechtschreibfähigkeit (LRS). Das schuleigene LRS-Konzept sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 mit Auffälligkeiten in diesem zentralen Lernfeld früh in ein wissenschaftlich fundiertes innerschulisches Testverfahren eingewiesen werden. Das Testverfahren wird aktuell von einem dafür geschulten Sonderpädagogen an unserer Schule durchgeführt und führt unter transparenter Beteiligung der Eltern zu einer strukturierten Förderplanung.

Seit vielen Jahren werden an der Realschule Lindlar Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Behinderungen zielgleich unterrichtet, ohne dass wir dies in besonderer Weise thematisieren mussten! Seit nunmehr zwei Jahren erprobt die Realschule Lindlar mit Unterstützung durch eine sonderpädagogische Fachkraft die inklusive Beschulung von Kindern mit ausgeprägten Förderbedarfen auch in den Fällen, in denen das Erreichen des Schulziels (Fachoberschulreife) zum Zeitpunkt der Aufnahme fraglich ist.

Wir verstehen in diesem Sinne Inklusion als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der wir uns als Realschule selbstverständlich beteiligen. Den kommenden Anforderungen in diesem neuen pädagogischen Arbeitsfeld begegnet die Schule mit Offenheit und der Bereitschaft die eigene Professionalität weiter zu entwickeln.

 


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