„Wir möchten deshalb unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich mit ihrer Schule in hohem Maße zu identifizieren und sich in diesem Sinne für ihre eigene Zukunft zu engagieren.“

(aus den Leitgedanken des Schulprogramms)

Je mehr Gestaltungsspielräume und Entfaltungsmöglichkeiten die Schule ihren Schülerinnen und Schüler bietet, je mehr Verantwortung sie an die Lernenden überträgt, umso größer ist das Maß an Identifikation mit der eigenen Schule. Identifikation mit den Zielen und Inhalten der eigenen Schule ist wiederum eine Grundvoraussetzung für die Bereitschaft und Motivation sich auch für sein eigenes Lernen zu engagieren.

 

Die Realschule Lindlar strukturiert Ihre pädagogischen Angebote in diesem Arbeitsfeld seit vielen Jahren unter dem Titel ´SMS – Schüler machen Schule`.

SMS bietet Schülerinnen und Schülern – in der Regel ab der Jahrgangsstufe 8 – die Möglichkeit, sich in einem Teilbereich aktiv in die Gestaltung des Schullebens einzubringen und dort Verantwortung zu übernehmen. Die partizipierenden Schülerinnen und Schüler werden auf ihre Aufgabe durch eine verantwortliche Lehrkraft vorbreitet und in der späteren Wahrnehmung ihrer Tätigkeit begleitet.

Dies geschieht in den folgenden Teilbereichen:

  • Ausgebildete SV-Sporthelferinnen und SV-Sporthelfer unterstützen die Schule bei der Durchführung von großen Sportveranstaltungen und unterbreiten für jüngere Schülerinnen und Schüler selbstständig zusätzliche Sportangebote.
  • Geschulte Medienassistentinnen und Medienassistenten beaufsichtigen das schuleigene Medienzentrum; sie organisieren die Buchausleihe, pflegen den Büchereibestand und kümmern sich um notwendige Ergänzungen.
  • Ausgebildete Busbegleiterinnen und Busbegleiter unterstützen den reibungslosen Schülertransport an den Bushaltestellen der Schule; sie sind Ansprechpartner bei niederschwelligen Konflikten und arbeiten mit der Busgesellschaft und den Busbegleitern der Nachbarschulen vertrauensvoll zusammen.
  • Lerntutorinnen und Lerntutoren unterstützen jüngere Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten in den Randstunden bei der Hausaufgabenerledigung oder beim Nachbereiten der vergangenen Unterrichtsstunde.
  • Assistentinnen und Assistenten im Schülercafé engagieren sich im Pausenkiosk oder beim Bonverkauf für das Mittagessen.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8, die über die eigene Schule hinaus Verantwortung übernehmen wollen und die möglicherweise auch erste berufliche Erfahrungen in einem sozialen Arbeitsfeld sammeln wollen, können am Langzeitsozialpraktikum der Schule teilnehmen. Für ein halbes Jahr verpflichten sich diese Schülerinnen und Schüler an einem Nachmittag in der Woche in caritativen, gemeinnützigen Einrichtungen, wie in Pflegeheimen oder Kindergärten unterstützend tätig zu werden. Die Schule vermittelt diese Langzeitpraktika und begleitet die Schülerinnen und Schüler während ihrer Tätigkeit. Das Langzeit-praktikum stellt auch eine freiwillige Ergänzung zur Berufsfelderkundung dar.

Der besonderen Bedeutung der Gestaltung der eigenen Schule und des unmittelbaren Schulumfeldes tragen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 Rechnung, indem sie an einem Tag während des Schuljahres in kleinen Gruppen unter der Aufsicht und Anleitung ausgebildeter Handwerksmeister Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten übernehmen.

Die vorgenannten Projekte betonen in besonderer Weise die soziale Verantwortungsbereitschaft als ein zentrales Erziehungsziel unserer Realschule.

Zur Vorbereitung auf die Anforderungen in einer zunehmend globalisierten Welt hat die Kenntnis von Fremdsprachen einen besonderen Stellenwert an unserer Realschule. Dies drückt sich in dem für eine Realschule untypischen Angebot einer dritten Fremdsprache (Spanisch) ebenso aus, wie in den ergänzenden Unterstützungsangeboten, zum Beispiel dem Erwerb eines französischen Sprachdiploms (DELF) oder Englisch-Vertiefungskursen.

Um die Begegnung mit anderen Kulturen auch sprachpraktisch zu erproben und so den eigenen Horizont zu öffnen, bietet die Realschule Lindlar ein vielfältiges Austausch- und Begegnungsprogramm ab der Klasse 7:

  • In den Jahrgangsstufen 7 und 8 in Zusammenarbeit mit Gymnasium und Gemeinschaftshauptschule einen Schüleraustausch mit Kastela, Kroatien
  • In den Jahrgangsstufen 8 und 9 für die Französischkurse einen Schüleraustausch mit einem französischen College in Argenteuil/Paris
  • In den Jahrgangsstufen 9 und 10 den mehrwöchigen Austausch mit der University Highschool in Tucson, Arizona, USA
  • In der Jahrgangsstufe 10 in Zusammenarbeit mit dem Lindlarer Gymnasium und der Gemeinschaftshauptschule eine Begegnungsfahrt nach Krakau/Auschwitz in Polen.

Die Teilnahme an diesen Fahrten ist freiwillig und wird im Unterricht intensiv vorbereitet.

Verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler findet je eine dreitägige Klassenfahrt in der Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) und eine einwöchige Abschlussfahrt ins europäische Ausland zum Ende der Realschulzeit statt. Ergänzend können auf Antrag der Klassenleitungen in den Klassen 8 Kurzfahrten in die unmittelbare Umgebung zur Teamentwicklung durchgeführt werden.

„Bildung und Erziehung gelingen nur in einer Atmosphäre der ´Achtsamkeit`. Deshalb bemühen wir uns um Toleranz und Respekt (…).“

(aus den Leitgedanken des Schulprogramms)

Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung lautet eines der zentralen curricularen Ziele des staatlichen Erziehungsauftrags für Schulen. Für unsere Schule konkretisiert sich dieses Ziel in einem Zusammenleben ohne Rassismus, ohne Homophobie und andere Formen der Diskriminierung. Die Schule duldet keine Form von Mobbing und begegnet Tendenzen dieser Art mit einem eigenen Mobbing-Konzept (No-Blame-Approach).

Zu einem verantwortungsbewussten Miteinander gehören auch die kritische Reflexion der eigenen geschlechtlichen Rolle und der sensible Umgang mit dem anderen Geschlecht (siehe auch Gender-Konzept der Realschule Lindlar). Verpflichtend nehmen unsere Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 9 deshalb an einem mehrtägigen Seminar zur emanzipatorischen Jugendarbeit teil.  Anhang gender folgt in Kürze

Im Rahmen einer reflexiven Koedukation findet der Sportunterricht in einzelnen Jahrgängen bewusst geschlechterhomogen statt. Bei der Berufswahlorientierung legen wir großen Wert auf die Überwindung überkommender Geschlechterbarrieren, zum Beispiel durch Teilnahme an speziellen Berufsinformationsveranstaltungen für Mädchen in technischen Berufen (girls day) oder die Vermittlung von Jungen in soziale Arbeitsfelder etwa im Rahmen des schulischen Langzeitpraktikums.

In einer Welt, in der sich der Wissenskanon in nahezu allen Disziplinen fortlaufend exponentiell vergrößert, kommt es mehr denn je darauf an, dass die Schulen die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen vermittelt. Die Realschule Lindlar führt deshalb bereits in der Klasse 5 verbindlich das Projekt ´Lernen lernen` durch, um den individuellen Lerntypen grundlegende Lernstrategien zu vermitteln. Ergänzend legen wir großen Wert auf die Methodenkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Dies schließt eine informationstechnologische Grundbildung, die unabhängig vom Fach Informatik als Instrumentarium über alle Fächer vermittelt wird, mit ein.

Ergänzend zu einem breit angelegten Wissen, welches die Voraussetzung für eine erfolgreiche Fortsetzung der Bildungsbiographie im Berufsleben oder in der gymnasialen Oberstufe ist, legt die Realschule Lindlar großen Wert auf eine vertiefte kulturelle Bildung. Ausdruck dieser Bemühungen Kindern und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen sind regelmäßige Theater-, Konzert- und Opernbesuche. Die Aufführungen finden zum Teil auch in der Schule statt. Im Rahmen des Musikunterrichts lernen alle Schülerinnen und Schüler ein Instrument, ein Chor, eine Schulband und die Theater-AG runden dieses Förderangebot durch zusätzliche Unterrichtsveranstaltungen ab.

In vielen Bereichen wollen wir den besonderen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler auch durch spezielle Förderangebote nachkommen. Ein Beispiel dafür ist die regelmäßige Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben (Mathematikwett-bewerb ´Känguru`; Englischwettbewerb ´The Big Challenge`; Vorlesewettbewerb; Landessportfest Fußball und Schach; Kunstwettbewerbe …).

Die Teilnahme an solchen Wettbewerben ist für die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler zugleich ein Beitrag zur individuellen Förderung.


Hier sind sie:

Kalender RSL

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