Seit mehreren Jahren findet in der Jahrgangsstufe 9 das Projekt "Emanzipatorische Jugendarbeit" in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Gummersbach und dem Kommissariat Vorbeugung statt.

 

Dabei arbeiten Mädchen und Jungen getrennt voneinander in kleinen Gruppen mit einer Trainerin bzw. einem Trainer.

 

Da es in der Schule nicht genügend ausgebildete Em-Jug-TrainerInnen gibt, wird unser Team von auswärtigen TrainerInnen verstärkt.

 

Weiterhin wird ein Teil des Projektes von Kriminalbeamten des Kommissariats Vorbeugung geleitet, die ebenfalls eine Ausbildung im Em-Jug-Konzept gemacht haben und viele Interessante und wichtige Aspekte aus der polizeilichen Sicht mit einbringen.

Das Projekt findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen während der Unterrichtszeit (1.-6. Std.) statt. Die Kurse für die Mädchen sind in der Schule, die Jungen gehen in die Jugendherberge Lindlar oder bleiben alternativ auch in der Schule.

 

Selbstsicherheitstraining für die Mädchen:

In diesem Kurs werden neben grundsätzlichen Überlegungen zum geschlechtsspezifischen Verhalten auch sehr wirksame Handgriffe und Techniken vermittelt, die helfen können selbstsicherer aufzutreten und sich gegenüber gewaltsamen Übergriffen erfolgreich zu wehren.

Einige inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Kritische Reflexion der Geschlechterrollen
  • Körpersprache, Körperhaltung
  • Frühzeitiges Erkennen drohender Gewaltsituationen
  • Umgang mit konkreten Gewaltsituationen

Konflikttraining für die Jungen:

Jungenarbeit soll an den Stärken und Problemen von Jungen ansetzen. Sie soll Jungen unterstützen und fördern, ihnen Hilfestellung bei der kritischen Auseinandersetzung mit ihrer männlichen Rolle geben. Jungenarbeit erfordert die Auseinandersetzung mit den männlichen Verhaltensmustern in der Gesellschaft, mit der Geschlechtsidentität und dem Verhältnis zwischen den Geschlechtern.

Einige inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Kritische Reflexion des bestehenden Geschlechterverhältnisses
  • Männliche Identitätsfindung, die eigene und die Grenzen anderer erkennt und akzeptiert
  • Förderung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
  • Sensibilisierung für alltägliche Gewalt und die eigene aktive und passive Betroffenheit

 


Hier sind sie:

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